Was Lynis prüft
Lynis ist ein Open-Source-Auditwerkzeug für Linux, macOS und andere Unix-artige Systeme. Es untersucht lokal die Konfiguration und den Sicherheitszustand des Hosts und gibt Hinweise zu möglichen Verbesserungen. Es ist kein Schwachstellenscanner für beliebige Internetziele und ändert die Konfiguration nicht automatisch.
Das macht Lynis zu einem guten ersten Schritt vor einer Härtungsmaßnahme: Sie erhalten eine strukturierte Bestandsaufnahme, müssen aber selbst entscheiden, welche Änderung zur Rolle und Betriebsanforderung des Servers passt.
Installation auf Debian oder Ubuntu
Die Lynis-Dokumentation nennt den Paketmanager als einfache Installationsmethode:
sudo apt update
sudo apt install lynis
Führen Sie anschließend einen System-Audit mit Administratorrechten aus:
sudo lynis audit system
Lynis zeigt während des Laufs Prüfungen und am Ende Hinweise an. Je nach Paket und Version finden Sie Protokoll und Bericht üblicherweise unter /var/log/lynis.log und /var/log/lynis-report.dat. Prüfen Sie die Ausgabe Ihres Systems und die installierte Lynis-Version, falls die Pfade abweichen.
Ergebnisse in einen sicheren Änderungsplan übersetzen
Arbeiten Sie die Hinweise nicht als unkritische Checkliste ab. Ein Server, der als Datenbank, Webserver oder VPN-Gateway läuft, hat unterschiedliche Anforderungen. Dokumentieren Sie zunächst den Ausgangszustand, bewerten Sie jeden Vorschlag auf Verfügbarkeit und Kompatibilität und ändern Sie anschließend eine Gruppe von Einstellungen nach der anderen.
Führen Sie den Audit nach den Änderungen erneut aus und vergleichen Sie die Ergebnisse. Ein besserer Score ist nicht automatisch gleichbedeutend mit einem sicheren System: Patchstand, Netzwerkrisiko, Identitäten, Backups und Monitoring müssen ebenfalls berücksichtigt werden. Lynis ist besonders nützlich als wiederholbare Baseline für neue Server und regelmäßige interne Prüfungen.
